• Petra Eigenmann

The best way out is through!


„The best way out is through...“ hab ich mal irgendwo aufgeschnappt... und dies ist mir geblieben. Angst? Was würdest du tun wenn du keine Angst hättest?


Tief durchatmen und ab durch die Mitte ... Yes ich habs getan! Einfach gebucht, aus dem Bauch heraus, einfach so, für mich... als Challenge sozusagen, einfach abgedrückt, ging unheimlich schnell. Zwei Minuten, habe auch nicht lange überlegt, wenn schon denn schon... Für die Kinder ist gesorgt, wollte ja keiner von beiden mitkommen (Gegen-End-Teenager ;-)) So dann... Kein besserer Zeitpunkt aus dem irgendwann ein jetzt zu machen...




Es ist ja nicht so, dass ich noch nie alleine gereist wäre, im Gegenteil, mein Backpack hat schon einige Reisen mit mir alleine mitgemacht. Der einzige Unterschied von damals zu heute ist, dass ich da noch keine Diagnose von Morbus Menière hatte und ich mich nicht mit Pfeifen im Ohr und manchmal aus dem Nichts aufkommenden Schwindelattacken befassen musste.


Nachdem ich nach einem Gehörsturz vor ca fünf Jahren diese Diagnose erhielt, musste ich mich dem einfach hingeben. So meinte ich. Medikamente halfen mir, mich durch den Alltag zu schlängeln, ich gewöhnte mich allmählich an den Tinnitus und alles „normalisierte“ sich auf recht annehmbare Weise eigentlich. Das einzige, war die stetige Angst vor dem Dreh-Schwindel, aber ich versuchte so gut es ging, ihn einfach zu verdrängen. In diesen 5 Jahren hatte ich 5 grössere Schwindelattacken. Der letzte war vor gut einem halben Jahr. Und der war so heftig, dass ich von einer Sekunde auf die andere entschloss, in meinem Leben einige Dinge zu ändern.


Ich fühlte mich seit längerem enorm unter Druck und eingeengt. Ich hatte soo viele Ideen und Pläne, Träume und Bilder im Kopf. Der Alltag abar frass diese einfach auf und liess es nicht zu, mich meinen Visionen folgen zu lassen, geschweige denn umzusetzen. Ich fühlte mich irgendwie gefangen im "zu müssen" und konnte "zu wollen" überhaupt nicht abdecken. Immer für "andere" zu leben, täglicher Stress - aber nicht für meine "Herzensprojekte" - brachten mich an meine persönliche Grenze.


Diese letzte Schwindel-Attacke war der Auslöser nun, dass ich angefangen habe, mein Leben komplett zu überdenken und es mir noch mehr bewusst wurde, dass ich so nicht weiter machen wollte. Ich hatte endlich den Mut, mir mein Leben so auszumalen, wie es mir gefiel, manchmal bunt, manchmal nicht, aber immer so, dass es für meinen Lebensrhythmus und mein Taktgefühl stimmt (mehr dazu in meinem "Warum" auf meiner Homepage). Auf jeden Fall schraubte ich an meinem beruflichen Alltag und schaufelte endlich Zeit frei für mein kreatives Leben unter anderem als Fotografin (www.spiral-photo-atelier.com) und für meine anderen Herzensprojekte.



Nachdem ich auch noch meine Medikamente gegen die Schwindelattacken als Begleiterscheinungen des Morbus Menière abgesetzt hatte und ich mich irgendwie wie im freien Flug nach irgendwo und nirgendwo hin fühlte, hab ich für mich entschieden, mir ein weiteres Ziel zu stecken. Es war mir ein Selbstversuch wert.



Die Lust nach Freiheit und Reisen hat mich seit letztem Jahr wieder gepackt, und es fühlt sich so an, wie wenn ich da ansetzen könnte wieder wie vor gut 20 Jahren, nach meinem ersten Australienaufenthalt... da fühlte ich mich so unendlich frei, so unendlich leicht... so unendlich inspiriert, so unendlich gut!


Aber was, wenn die Schwindel wieder kommen, ich alleine unterwegs? Was wenn ich in Panik verfalle, was wenn ich wie beim letzten Anfall stundenlang nicht mehr weiss was unten und oben ist... und die Erde sich um mich und ich mich um sie drehe... was wenn, was wenn...? Und schon wieder war da dieses Gefühl von innerer Panik, schon wieder befand ich mich im Strudel einer Spirale, gegen unten versteht sich... Und nichts desto Trotz, ich tat es trotzdem. Ich buchte. Und wie wenn ich mich an der Vorfreude festhalten würde wie an einem Strohhalm, kam es mir vor, als wäre diese auf jeden Fall grösser als die Angst vor einer erneuten Attacke. Und genau um das geht es ja. Ich versuchte, meine Angst mit freudigen Gedanken zu ersetzen. Immer wieder, wenn ich mich unwohl fühlte in den letzten Monaten, Wochen, dachte ich daran, wie ich im Flieger sitze und einfach abhebe... neben langen Waldspaziergängen und Yoga, Fotografien oder Zeichnen oder Musik machen und Tanzen, war dies eine wunderbare "Flucht"-Variante, immer wenn es mir "trümmlig" wurde ...


Jetzt, kurz vor der Abreise jedoch, denke ich aber ehrlich gesagt grad eher wieder: "Was zum Teufel hat sich das Universum oder wer auch immer gedacht dabei, mich einfach an den Laptop zu führen, und dann noch Nägel mit Köpfen machen lassen... ohduheiligekuh..."


Ähm... ja genau... Kuh... und heilig noch dazu... das passende Stichwort. Gebucht ist gebucht. Und ich zum Abflug bereit. In wenigen Stunden gehts los. Meine Challenge - unausweichlich - und ich bin selber Schuld daran. Ich treffe meine Entscheidungen meistens aus dem Bauch heraus. Und ja - Ich entschied mich dafür. Ich wollte damit raus aus der Angst hüpfen, hinein in einen Selbstversuch.


„Wenn du das schaffst, den Schwindel und die damit verbundene Panik austrickst oder zumindest überwindest, dann schaffst du alles“, hab ich mir gedacht. Und buchte meinen Trip nach Indien. Indien light so zusagen - erstmals, Goa, meine Traumdestination seit ich 17 bin.


Yep. Und in ca 24 Stunden werde ich in Goa ankommen. Da wollte ich schon immer hin. Nur ich, mein Fotoapparat und ein paar Wenigkeiten, Ansonsten ganz viel Platz im Herz und in der Tasche für all die Eindrücke und Momente, Geschichten und Bilder... Wie ich mich freue!!!


Es ist befreiend zu wissen, dass alles gut kommt. Könnte grad weinen vor Glück und vor allem vor grosser Dankbarkeit! Meine innere Stimme versucht meinen Verstand immer wieder zu beruhigen. Ich hab diese Challenge angenommen und werde es durchziehn... "The best way out is through!" eben... und ich werde es geniessen. Und den Schwindel lasse ich zu Hause. Die Angst ebenso.


Meld mich dann aus Indien wieder.


Freudentanzende Grüsse


Petra



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